Vjosa Osmani-Sadriu

Präsidentin, Republik Kosovo

Vjosa Osmani-Sadriu trat ihr Amt als Präsidentin der Republik Kosovo im April 2021 an. Sie absolvierte die juristische Fakultät der Universität Prishtina und schloss ihr Master- und Promotionsstudium an der Universität von Pittsburgh in Pennsylvania, USA, ab. In früheren Legislaturperioden war sie Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, des Ausschusses für europäische Integration und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Verfassungsreform. Am 3. Februar 2020 wurde Vjosa Osmani zur ersten weiblichen Sprecherin der Versammlung der Republik Kosovo gewählt. Im November 2020 wurde Vjosa Osmani amtierende Präsidentin der Republik Kosovo, ein Amt, das sie bis zum 22. März 2021 innehatte. Von 2006 bis 2010 war Vjosa Osmani Stabschefin von Präsident Sejdiu und leitende Beraterin für Rechtsfragen und internationale Beziehungen. Sie hat den Präsidenten in der Kommission für die Ausarbeitung der Verfassung der Republik Kosovo vertreten. Seit 2006 lehrt sie an der juristischen Fakultät der Universität Prishtina, während sie als Gastprofessorin auch an der Universität von Pittsburgh in den USA unterrichtete. Sie wurde von der University of Pittsburgh mit dem Sheth International Award ausgezeichnet.

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2021

«Wir gehören zu Europa und in die EU»

In ihrer Keynote-Speech am SEF.2021 unterstrich die neue Präsidentin der Republik Kosovo Vjosa Osmani-Sadriu ihren Willen, den jungen Staat vorwärtszubringen. Erst 2008 wurde dessen Unabhängigkeit von Serbien proklamiert. Die promovierte Juristin Osmani führte in Interlaken aus, welche Pläne sie in den nächsten Jahren konkret umsetzen will: «Wir fokussieren uns auf das Stärken der Rechtsstaatlichkeit und die Schaffung von Arbeitsstellen.» Dies seien die entscheidenden Grundlagen für eine stabile Wirtschaft und Gesellschaft. Der kleine Balkanstaat habe sich in den vergangenen 22 Jahren seit dem Ende des Krieges schon sehr weit entwickelt. So beteilige er sich – nachdem die Bevölkerung Kosovos in den 1990er Jahren von der NATO befreit werden musste – in der Zwischenzeit selbst an Friedensmissionen. Ferner bekräftigte die 39-Jährige ihr Ziel, mit dem Kosovo der EU beizutreten. Davon würden beide Seiten profitieren, ist Osmani überzeugt. Schliesslich gebe es im Kosovo zahlreiche Geschäftsmöglichkeiten. Sie lud die SEF-Teilnehmenden ein, sich bei einem Besuch vor Ort selbst von den Vorzügen zu überzeugen.

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