Prof. Klaus Schwab

Gründer und geschäftsführender Präsident Weltwirtschaftsforums, WEF

Professor Schwab gründete das Weltwirtschaftsforum 1971 als unabhängige, unparteiische und gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, den Zustand der Welt zu verbessern. Er baute das Weltwirtschaftsforum zum wichtigsten globalen Multistakeholder-Forum aus, das führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vereint. 1998 gründete er die Schwab Foundation for Social Entrepreneurship, 2011 die Global Shapers Community und 2004 das Forum of Young Global Leaders. Professor Schwab ist Träger von 15 Ehrendoktortitel sowie von vielen nationalen Ehrenmedaillen. Er wurde auch von Königin Elizabeth II zum Knight Commander des Order of St. Michael and St. George (KCMG) geschlagen. Sein neuestes Buch «Die vierte industrielle Revolution» (2016) ist ein weltweiter Bestseller und wurde in über 20 Sprachen übersetzt.

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2019

«Unsere Politik ist bis heute, völlig offen zu sein»

«Optimismus genügt nicht, es braucht auch Konstruktivismus, um die Welt von morgen mitzugestalten», sagte Professor Klaus Schwab bei seinem Auftritt am SEF. Dass sich das von ihm 1971 gegründete World Economic Forum zum wichtigsten globalen Multi-Stakeholder-Forum entwickelt habe, sei eine Konsequenz der Grundidee der Plattform. Seine bereits im Jahr der WEF-Gründung in einem Buch publizierte Überzeugung, dass ein Unternehmen für den langfristigen Erfolg nicht nur den Aktionären, sondern allen Betroffenen dienen müsse, habe über die Jahre breite Anerkennung gefunden, so der 81-jährige Deutsche. Man müsse deshalb alle Vertreter an einen Tisch bringen. «Unsere Politik am WEF ist bis heute, völlig offen zu sein. Das hat uns auch Kritik eingebracht.» Schwab räumte ein, dass ihm einige WEF-Gäste wirklich unsympathisch waren. Namen wollte er jedoch auch auf Nachhaken von Moderatorin Susanne Wille keine nennen. «Schliesslich soll die Plattform auch noch während der nächsten 50 Jahren funktionieren.»

Obwohl das WEF heute Ableger an verschiedenen Orten auf der Welt habe, bleibe die Schweiz der Mittelpunkt der Plattform, versicherte Schwab, der einst an der ETH Zürich promovierte. «Wir betrachten uns als eine schweizerische Organisation. Wir repräsentieren das, was die Schweiz ausmacht: nämlich eine aktive und produktiv eingesetzte Neutralität.»

Für seine Verdienste für die Schweiz und die Welt wurde Professor Klaus Schwab am SEF19 der Lifetime Achievement Award des Swiss Economic Forum verliehen.