Karin Keller-Sutter

Bundesrätin, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements EJPD

Karin Keller-Sutter begann ihre politische Laufbahn 1992 als Gemeinderätin in Wil SG. 1996 wurde sie ins St. Galler Kantonsparlament und im Jahr 2000 in die Kantonsregierung gewählt. Als Regierungsrätin stand sie dem Justiz- und Sicherheitsdepartement vor. 2011 wurde Karin Keller-Sutter als Vertreterin des Kantons St. Gallen in den Ständerat gewählt, welchen sie von 2017 bis 2018 präsidierte. Vor ihrer Wahl in den Bundesrat fungierte sie unter anderem als Präsidentin des Verwaltungsrats der Pensimo Fondsleitung AG sowie der Anlagestiftung Pensimo und war Vizepräsidentin der St. Galler Stiftung für Internationale Studien. Karin Keller-Sutter sass ausserdem im Verwaltungsrat der Versicherungsgruppe Bâloise und der ASGA Pensionskasse St. Gallen. Weiter war sie Präsidentin des Detailhandelsverbandes Swiss Retail Federation sowie Vorstandsmitglied des Schweizerischen Arbeitgeberverbands. Von 2012 bis 2016 war sie zudem Mitglied im Verwaltungsrat der NZZ-Mediengruppe.

BACK

2021

«Wir brauchen die Unternehmen als Corporate Citizens des demokratischen Staates»

Bundesrätin Karin Keller-Sutter forderte die Unternehmerinnen und Unternehmer in ihrem Keynote-Referat am SEF auf, sich wieder mehr in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs einzubringen. «Ich erkenne bei Unternehmen und bei Managern oft ein Misstrauen gegenüber der Politik. Viele haben Mühe, sich als politische Akteure zu verstehen», stellte die Vorsitzende des Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) fest. Die gegenseitige Abhängigkeit von Wirtschaft und Politik sei jedoch offensichtlich. Die Firmen seien auf die freiheitlichen und stabilen Voraussetzungen eines demokratischen Rechtsstaats angewiesen, deshalb sollten auch sie den Staat mitgestalten. «Die Unternehmen sollten sich in Zukunft als Corporate Citizens verstehen, als Teil einer Bürgergesellschaft», sagt sie. Insbesondere wünscht sich Keller-Sutter, dass sich Unternehmen bei Abstimmungen öfter positionieren und sich für ihre Bedürfnisse einsetzen – obwohl man heute oft angegriffen werde, wenn man sich exponiere.

SEF.2021_Karin Keller-Sutter_0SEF.2021_Karin Keller-Sutter_1SEF.2021_Karin Keller-Sutter_2SEF.2021_Karin Keller-Sutter_3SEF.2021_Karin Keller-Sutter_4