Ian Bremmer

Präsident und Gründer, Eurasia Group

Ian Bremmer ist Präsident und Gründer der Eurasia Group, ein führendes Forschungs- und Beratungsunternehmen auf dem Gebiet globaler geopolitischer Risiken. Gleichzeitig ist er Präsident und Gründer von GZERO Media. Diese Tochtergesellschaft der Eurasia Group hilft einem breit gestreuten, globalen Publikum, die heutige führungslose Welt besser zu verstehen. Ian Bremmer ist erfolgreicher Vordenker, Autor und bekannter Redner. Seine Ansichten zu politischen Themen teilt er regelmässig in öffentlichen Reden, Fernsehauftritten und erstklassigen Publikationen mit. The Economist bezeichnete ihn als «Rising Guru» auf dem Fachgebiet politischer Risiken. Er schreibt Kolumnen über Aussenpolitik und ist Editor-at-large für das Nachrichtenmagazin Time. Seine Fernsehshow «GZERO World with Ian Bremmer» wird wöchentlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt. Das aktuelle Buch von Ian Bremmer: «Us vs. Them: The Failure of Globalism» steht auf der Bestsellerliste der New York Times.

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2019

«Trump ist nicht das Problem, er ist nur das Symptom»

Ian Bremmer erörterte in seinem Keynote-Referat, warum wir uns in einer geopolitischen Rezension befinden. «Immer mehr Leute in den reichen, demokratischen Ländern sind überzeugt, dass sie von ihren Regierungen nicht mehr gut vertreten werden», erklärte der Gründer und CEO der Eurasia Group am SEF19. Die Menschen würden sich zunehmend als Verlierer fühlen und den Politikern, aber auch Wirtschaftsführern, traditionellen Medien und Intellektuellen, ja der gesamten Elite die Schuld dafür geben, so der 49-jährige Amerikaner. Das führe dazu, dass die Leute Politiker wählen würden, für die sie normalerweise nicht stimmen würden. «Trump ist nicht das Problem, er ist nur das Symptom dieser Entwicklung», betonte der renommierte Experte für politische Risiken. Social Media würden den Extremismus weiter verschärfen, weil die Menschen stets nur noch Meldungen von Leuten zu lesen bekämen, mit denen sie bereits einer Meinung seien. Bezeichnenderweise gebe es all diese Probleme in Japan, einem Land ohne nennenswerte Immigration und mit wenig Social Media-Aktivität kaum.