Christiana Figueres

Exekutivsekretärin, UN-Rahmenabkommen über Klimaänderungen 2010-2016

Christiana Figueres geniesst internationales Ansehen im Kampf gegen den globalen Klimawandel und war von 2010 bis 2016 Exekutivsekretärin des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC). Sie übernahm nach der gescheiterten Konferenz von Kopenhagen 2009 die Verantwortung für die internationalen Klimaverhandlungen. Entschlossen, ein universell vereinbares Regelwerk zu schaffen, führten ihre Bemühungen 2015 zum historischen Pariser Abkommen. Für diese Leistung wurde ihr der Ruf zuteil, eine neue Art der kooperativen Diplomatie zu entwickeln. Heute ist sie Mitbegründerin von Global Optimism, Mitveranstalterin des Podcasts «Outrage & Optimism» und Mitautorin des Buches «The Future We Choose: Überleben in der Klimakrise». Sie ist Mitglied des B-Teams, Vorstandsmitglied von ACCIONA und von Impossible Foods. Ihre Arbeit im öffentlichen Dienst begann 1982 als Ministerialrätin an der Botschaft von Costa Rica in Bonn.

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2022

«Mit Klimaschutz retten Sie primär Ihr Business – und ein wenig den Planeten»

«Damit Sie Ihren Platz im Markt verteidigen können, müssen Sie von den fossilen Energien wegkommen», zeigte sich Christiana Figueres, ehemalige UN Climate Chief, gegenüber den Unternehmern und Wirtschaftsführern am SEF überzeugt. Die Klimakrise stelle ein materielles Risiko für Unternehmen dar, indem sie zum Beispiel viele Lieferketten stark gefährde. Ausserdem fordern sowohl Kundinnen und Kunden als auch Mitarbeitende von Firmen, dass sie Verantwortung für die Umwelt übernehmen. Und nicht zuletzt gelte es, die neuen Geschäftschancen im Bereich der erneuerbaren Energien zu nutzen. «Es geht beim Klimaschutz nicht nur um Altruismus, die Rettung des Planeten, es geht darum, das eigene Business zu retten.»

Bis 2050 muss die weltweite Energieversorgung gemäss des Pariser Abkommens emissionslos erfolgen, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Viele Unternehmen hätten dies erkannt und die Politik handle nicht schnell genug. 350 grosse Firmen, allen voran Amazon, hätten sich deshalb entschieden, bis 2040 klimaneutral werden zu wollen, und würden als Vorreiter andere Zulieferer und weitere Unternehmen mitziehen.

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