Alan Roura

Abenteurer

Der 28-jährige Genfer Alan Roura nahm bereits zum zweiten Mal an der Vendée Globe – der härtesten Segelregatta der Welt – teil. Er ist nicht nur der einzige Schweizer, sondern auch der jüngste Teilnehmer an dem risikoreichen Rennen. In 95 Tagen segelt er 50 000 Kilometer rund um die Welt, ohne Stopp und ohne Hilfe. Der Westschweizer verbrachte sein halbes Leben auf dem Wasser. Aufgewachsen auf einem Boot in Genf segelt der Junge bereits mit acht Jahren mit seiner Familie um die Welt – elf Jahre lang. Im Segelsport feierte er rasch Erfolge und bereits 2016 startete er das erste Mal an der Vendée Globe. Als Jüngster Teilnehmer in der Geschichte des Rennens landete er auf dem 12. Platz. Mit dem 17. Platz hat er sein Ziel dieses Mal nicht erreicht, er will in vier Jahren erneut an den Start gehen, trotz all der Strapazen. Er kann nicht anders.

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«Einsam auf dem Meer kämpft man am meisten gegen sich selbst»

Alan Roura hat seine Frau mit der vier Monate alten Tochter zu Hause gelassen, um während 95 Tagen allein um die Welt zu segeln. Bereits zum zweiten Mal hat der 28-jährige Genfer 2020 an der Vendée Globe, der härtesten Segelregatta der Welt, teilgenommen – und will es wieder tun. Wie fühlt man sich, mutterseelenallein auf dem Wasser und fern ab von jeglicher Zivilisation? Und was bringt jemanden dazu, solche extremen Abenteuer zu wagen? Das wollte Moderator Urs Gredig am SEF.2021 von Roura wissen. «Allein auf dem Meer ist man in einem Zustand der absoluten Einsamkeit und durchläuft sämtliche Gemütszustände: glücklich, verzweifelt, motiviert», so Roura, der auf einem Schiff aufgewachsen und bereits als Kind um die Welt gesegelt ist. «Das Härteste ist der Krieg, den man gegen sich selbst führt.» Man sei aber auch so nah an der Natur wie sonst nie, merke, wie man ihr ausgeliefert sei. Wenn er einen Ozean verlässt, sage er immer danke, dass der ihn habe passieren lassen. Dazu öffne er eine kleine Flasche, um zu feiern. Roura sagte auch, dass seine Projekte auf der einen Seite natürlich sehr egoistisch seien, weil er weggehe. Auf der anderen Seite sei seine Familie aber sehr stolz und auch Teil des Projekts.

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