SEF.Blog 2015

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So einfach ist es doch nicht
Gewohnt pointiert, frech und witzig liess Albrecht Kresse am Freitagabend das SEF 2015 Revue passieren. Unter dem Motto „Simplicity“ sollte die Tagung dabei helfen, Verkompliziertes und Komplexes wieder einfacher zu gestalten. Kresses Fazit nach zwei intensiven und anregenden Konferentagen: So wirklich simpel funktioniert Wirtschaft halt doch nicht.

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Adolf Ogi tritt nach 15 Jahren als Präsident des Advisory Boards zurück
Nach 15 Jahren als Präsident des SEF-Advisory Boards tritt Adolf Ogi von diesem Amt zurück. Die SEF-Gründer Stefan Linder und Peter Stähli ehrten Dölfs jahrelanges Engagement für das SEF und die Schweizer Wirtschaft mit einer Messingtafel, die sie auf der Griesalp, auf welcher sie das Konzept zum SEF 1998 entwickelt hatten, anbringen werden. „Dölf hat uns sein Netzwerk und seine Zeit zur Verfügung gestellt und uns bei den Einflussreichen dieser Welt sehr viele Türen geöffnet “, sagte Stefan Linder. Ihre Dankbarkeit drückten Linder und Stähli nebst der Ehrentafel mit einer Spende an Ogis Stiftung „Freude herrscht“ aus.

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Auszeichnung für ein gigantisches Lebenswerk
Als letzter Gast am SEF 2015 war der indische Unternehmer, Topmanager und Philanthrop Ratan Tata zu Gast. Im Gespräch mit Susanne Wille zeigte sich der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Tata Gruppe äusserst bescheiden. Der heute 77-Jährige vergrösserte die von seinem Urgrossvater gegründete Tata Gruppe kontinuierlich auf heute weltweit über 450'000 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von 138 Milliarden Dollar. Seinen Erfolg erklärte Tata aber primär mit der sich öffnenden und allgemein stark wachsenden Wirtschaft Indiens. Zudem betonte der studierte Architekt und Bauingenieur, dass es für ihn als Unternehmer immer selbstverständlich gewesen sei, ethische Standards kompromisslos zu befolgen. Für sein herausragendes Lebenswerk wurde Ratan Tata vom SEF mit dem von Adolf Ogi, Präsident des Advisory Boards, überreichten SEF-Lifetime-Achievement-Award geehrt. Die Tagungsteilnehmer zollten Tata mit Standing Ovations ihren Respekt.

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Drei glückliche Gewinner
Am Freitagnachmittag, vom Schweizer Fernsehen live übertragen, wurde der mit insgesamt 75'000 Franken dotierte SEF.Award verliehen. Neun Finalisten waren in drei Kategorien für den Preis nominiert gewesen. „Um sich die Auszeichnung zu holen, genügt es nicht, eine gute Idee zu haben, die Startups müssen bereits erste unternehmerische Erfolge vorweisen können“, erklärte Carolina Müller-Möhl, welche die 15-köpfige Jury seit zehn Jahren präsidiert. In der Sparte Produktion/Gewerbe gewann die Luma Beef GmbH um Marco Tessaro und Lucas Oechslin. Vladimir Cmiljanovic von der PIQUR Therapeutics AG durfte die begehrte Trophäe im Bereich Hightech/Biotech in Empfang nehmen und in der Kategorie Dienstleistung konnten sich Christian Meier und Hannes Eugster von der iNovitas AG durchsetzen.

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„Taking risks is part of life“
„The only limits there are, are the ones that you create yourself.“ Was am SEF 2015 schon Jim Lawless propagierte, ist auch das Lebensmotto von Base-Jumper und Wingsuit-Pilot Jeb Corliss, der als zweiter querdenkender Überraschungsgast auftrat. Der 39-jährige Amerikaner, der schon sein Leben lang vom Fliegen träumte, gilt als Pionier in der Szene und hat zahlreiche Rekorde aufgestellt. Er ist unter anderem vom Eiffelturm und von der Goldengatebridge gesprungen und mit dem Wingsuit vom Matterhorn geflogen. Bei einem Synchronsprung vor grossem Publikum im Jahr 2003 wurde sein bester Freund in eine Brückenwand geweht und zerfetzt. Auch Corliss selber wurde bei seinen Flügen schon mehrmals ernsthaft verletzt. „Die Angst fliegt immer mit und sie ist in den letzten Jahren grösser geworden“, gibt Corliss zu. Früher sei das Risiko für ihn viel abstrakter gewesen. Aufhören sei aber keine Option, denn Fliegen sei möglich und alles, was möglich ist, solle man auch tun. „Das Risiko gehört untrennbar zum Leben.“

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Podiumsgespräche im Parallelprogramm
Vor dem Mittagessen konnten sich die Tagungsteilnehmer in sieben parallel stattfindenden Breakout Sessions gezielt weiterbilden. Zur Auswahl standen Podiumsgespräche zu den Themen „Glück oder Geld? Was die Generation y wirklich will“, „Duales Bildungssystem: vom Erfolgsmodell zum Auslaufmodell?“, „Von Big Data zu Cognitive Computing“, „Kopf und Herz für viel Energie“, „Collaborative Economy: Hype oder zukunftsträchtiges Geschäftsmodell?“ und „Kampf der Reguliserungsflut: Lösungen für einfachere Rahmenbedingungen“. Im Hauptsaal diskutierten die Unternehmer und Manager Rolf Hiltl, Kevin Schläpfer, David Allemann und Suzanne Thoma sowie der Arbeitspychologe Theo Wehner unter der Leitung von Mona Vetsch über „Unternehmenskultur als Erfolgsfaktor“.

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„Mehr Rationalisieren ist nicht möglich“
„Der starke Franken zwingt uns, unsere Produktion ins Ausland zu verlagern“, sagte Marc-André Cornu, CEO der Cornu SA, am SEF. Es sei schlicht nicht mehr möglich durch Optimierung der Abläufe die Produktionskosten zu senken und so die Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten, erklärte der Westschweizer im Gespräch mit Susanne Wille. Die Produkte der Grossbäckerei Cornu, darunter die bekannten Roland-Bretzel, werden zukünftig in Rumänien hergestellt. „Es ist das Versagen der Schweizer Politik, das uns zu diesem Schritt zwingt“, so der gelernte Bäcker, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt.

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Fachkräfte-Import ist überlebenswichtig
Mit über 540 Mitarbeitern, Niederlassungen in 15 Ländern und 270 Millionen Franken Umsatz im Jahr 2014 ist das 1997 gegründete Unternehmen u-blox eines der erfolgreichsten Spinoffs der ETH überhaupt. Im Gespräch mit Urs Gredig erklärte CEO, Leiter Marketing und Vertrieb bei u-blox Thomas Seiler, warum die Firma ins Ausland zu verlegen keine Option sei, obwohl 100 Prozent des Umsatzes ausserhalb der Schweiz generiert werden. Ausserdem wies der studierte Maschinenbauingenieur darauf hin, dass es für sein auf Halbleiterchips und moderne Software für drahtlose Kommunikation spezialisiertes Unternehmen überlebenswichtig ist, Fachkräfte aus dem Ausland rekrutieren zu können. „Ohne Mitarbeiter-Import würde es uns schlicht nicht geben.“

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„Innovation kann man nicht erzwingen, aber man kann sie ermöglichen und fördern“
Severin Schwan, seit 2008 CEO der F. Hoffmann-La Roche AG, sprach in seinem Referat am SEF 2015 über die Komponenten guter Führung, die ein Unternehmen zum Erfolg führen und die Mitarbeitenden zu Höchstleistungen motivieren. Effizienzsteigerung ist nicht das Nonplusultra für den Erfolg, so Schwans Kernbotschaft. „Gute, kreative Mitarbeiter brauchen Freiraum, um ihr Potential entfalten zu können“, sagte der 47-jährige Österreicher. „Man muss Doppelspurigkeiten bewusst zulassen und Misserfolge nicht als Versagen werten.“ Weiter warnte der Wirtschaftswissenschaftler und promovierte Jurist vor zu viel externer Beratung und plädierte dafür, bei der Unternehmensführung stets die Interessen der nächsten Generation zu berücksichtigen.

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Die letzen drei SEF.Award-Finalisten
Am Freitagmorgen hatten die in der Kategorie Dienstleistung für den SEF.Award nominierten Finalisten die Gelegenheit, ihre Firma dem SEF-Publikum live zu präsentieren. Im Rennen um die am Nachmittag verliehene Auszeichnung sind die 2010 gegründete Apps with love GmbH, das mit 13 Mitarbeitern Mobile Mapping Solutions entwickelnde Startup iNovitas und die innovative Personalmanagement-Firma Staff Finder AG.

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„Act boldly – time is limited“
„It’s all in the mind“, erklärte Jim Lawless am SEF. Dass der Wille entscheidend ist, um ambitionierte Ziele zu erreichen, hat der Brite selbst mit dem erfolgreichen Absolvieren verschiedener aussichtslos erscheinender Unterfangen bewiesen. Als unsportlicher, übergewichtiger 36-Jähriger beschloss er Jockey zu werden. Obwohl er nie zu vor geritten war, bestritt der studierte Jurist nur ein Jahr später ein offizielles Pferderennen. „Verhalten Sie sich nicht nach alten, vielleicht auf falschen Annahmen basierenden Regeln, schreiben Sie sie jeden Tag neu und seien Sie mutig“, riet Lawless. Das Verlassen der Komfortzone übte er mit den Kongressteilnehmenden gleich mit einem Trockenschnellkurs im Reiten.

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Start in den zweiten SEF-Tag
Wie oft gingen Sie in den letzten Jahren an Ihre Grenzen? Mit dieser Frage begrüsste das Moderatorenduo Susanne Wille und Urs Gredig die Konferenzteilnehmenden um 8.30 Uhr zum zweiten SEF-Tag 2015. Gemäss dem ersten Referenten am Freitagmorgen Jim Lawless ist mutig sein nämlich unerlässlich, um beruflich und persönlich weiterzukommen.

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Reges Interesse am ersten Konferenztag
Mit Albrecht Kresses visualisierenden Take Aways ging der erste Konferenztag zu Ende. Auch in den sozialen Netzwerken bekam das SEF viel Aufmerksamkeit. Schweizweit übertrafen die Tweets zum SEF gar die Twitter-Meldungen zur FIFA.

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Wohin entwickelt sich die Weltwirtschaft?
Im Gespräch mit Urs Gredig zeigten drei international renommierte Ökonominnen mit unterschiedlichen geografischen und thematischen Schwerpunkten wichtige weltwirtschaftliche Entwicklungen auf. Die Britin Noreena Hertz erklärte, dass die sich langsam erholende, aber immer noch sehr anfällige europäische Wirtschaft durch verschiedene Faktoren wie den Terrorismus, ein aggressives Russland und einen möglichen EU-Austritt Griechenlands oder Grossbritanniens bedroht sei. Die britisch-amerikanisch-chinesische ehemalige BBC-Chefkorrespondentin Linda Yueh legte dar, dass die neue Weltwirtschaft insgesamt weniger beständig sei und sich die Ökonomien verschiedener Länder weniger synchron verhalten als noch vor zehn Jahren. Die Deutsche Ulrike Malmendier, die seit vielen Jahren an der Universität Berkeley in Kalifornien lehrt und forscht, machte auf den Trend der Sharing Economy, Dinge nicht mehr zu besitzen, sondern auszuleihen, und das zunehmde Experimentieren junger Unternehmer aufmerksam.

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Eine intelligente Suchmaschine und zwei neue Krebstherapien
Als zweites durften die SEF.Award-Finalisten der Kategorie Hightech/Biotech ihr Unternehmen und ihr Produkt den Konferenzteilnehmern persönlich vorstellen. Das Zürcher Startup Squirro um Dorian Selz entwickelte eine intelligente Suchmaschine, die Firmen ermöglicht, das Potential ihrer grossen gespeicherten Datenmengen zu nutzen. Die CAScination AG aus Bern arbeitet an einem chirurgischen Navigationssystem, das es erlaubt, Tumore in beweglichen Organen gezielter zu entfernen. Auch die dritte nominierte Firma, die PIQUR Therapeutics AG, ist in der Krebsbekämpfung tätig. Das vom Spinoff der Universität Basel entwickelte Krebsmedikament greift nur kranke Zellen an und geht bald in die zweite klinische Testphase. Wer die Jury am meisten überzeugen konnte und die begehrte SEF.Award-Trophäe mit nach Hause nehmen kann, wird am Freitagnachmittag verkündet.

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Aufhebung des Euro-Mindestkurses: Herausforderung oder Fehler?
Die Aufgabe des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank am 15. Januar war ein Schock für die Wirtschaft und hat langfristige Auswirkungen auf die Schweizer Industrie. Am SEF.Währungspanel diskutierten Peter Bofinger, Hans Hess und Monika Ribar, wie die Unternehmer in der Schweiz mit den veränderten Bedingungen am besten umgehen und ob die Auflösung der Anbindung des Frankens an den Euro gar ein Fehler war. „Viele Firmen befinden sich in einer wirklich prekären Lage“, sagte Swissmem-Präsident Hess. „Sie brauchen jetzt Hilfe, sowohl aus der eigenen Branche, der Wirtschaft als auch vom Staat.“ Der 59-jährige Werkstoffingenieur unterstrich aber auch, dass nicht alle Branchen und nicht alle Firmengrössen im gleichen Masse betroffen seien. Auch SBB-Vizepräsidentin Ribar betonte, wie schwierig die Situation für die Unternehmen momentan sei, insbesondere weil die Planungssicherheit fehle. Während Ribar und Hess jedoch der Meinung sind, dass sich die meisten Firmen mit dem tiefen Euro-Wechselkurs mittelfristig werden arrangieren können, stellte der deutsche Wirtschaftsweise Bofinger die Mindestkursaufhebung grundsätzlich in Frage. „Das schlimmste, was der Schweiz mit einer Aufrechterhaltung des Mindestkurses passieren könnte, wäre ein de facto-Euro-Beitritt.“

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Erste Finalisten
Eine Rekordzahl von 300 Startups haben sich 2015 für den Swiss Economic Award, den in drei Kategorien vergebenen wichtigsten Jungunternehmerpreis der Schweiz, beworben. Im der Sparte Produktion/Gewerbe kämpfen dieses Jahr die als Finalisten nominierte Grün hoch zwei AG, die Luma Beef GmbH und die VIU Ventures AG um den insgesamt mit 75'000 Franken dotierten Förderpreis.

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„Skills are crucial“
„Live simply, so others can simply live.“ So das einfache Lebensmotto von Bunker Roy und Meagan Fallone, den ersten Querdenkern am SEF 2015. Seit über 40 Jahren setzt sich der Inder Roy unermüdlich und mit viel Mut für die Ärmsten in seiner Heimat ein. Aus einer reichen Familie stammend besuchte der heute 69-jährige Roy die besten Schulen und studierte an Eliteuniversitäten, verzichtete aber bewusst auf eine Wirtschaftskarriere und gründete stattdessen das erste „Barefoot College“ in Indien. An den mittlerweile 13 Barfuss-Schulen werden Menschen ungeachtet ihres Geschlechts, ihrer Religion oder Kastenzugehörigkeit unterrichtet und zu Lehrern, Handwerkern, Hebammen und vielem mehr ausgebildet, denn Roy ist überzeugt: „Wissen und Fertigkeiten sind das wichtigste überhaupt, um der Artmut zu entkommen.“

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Strenge Regulierung schafft vertrauen, Überregulierung verunsichert
Sergio Ermotti, CEO der UBS, betonte in seinem Referat am SEF die Verwurzelung seiner Bank in der Schweiz. „Obwohl wir international ausgerichtet sind, sind wir eine Schweizer Bank“, so der 55-jährige Tessiner. Die Schweiz habe mit einfachen und attraktiven Rahmenbedingungen viel zum Erfolg der UBS beigetragen. Er beobachte jedoch eine Tendenz zu Überregulierung und bürokratischem Aktionismus. „Für eine langfristig wettbewerbsfähige und solide Schweizer Wirtschaft brauchen wir wieder mehr Augenmass bei Entscheidungen“, sagte Ermotti, der seine Karriere als 15-Jähriger mit einer Bankenlehre begann. Zudem plädierte er für eine engere Zusammenarbeit von Finanz- und Werkplatz.

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„Ich habe gelernt langfristig zu denken“
Anstelle von Ronald Pofalla, der kurzfristig hatte absagen müssen, trat als zweiter Gast am SEF Michail Chodorkowski auf. Der ehemalige Grossunternehmer sass wegen Steuerhinterziehung und Betrug zehn Jahre in russischer Haft und lebt seit seiner Freilassung 2013 in der Schweiz. Im Gespräch mit Susanne Wille erklärte der 51-Jährige, dass ihn sein Leben gelehrt habe, langfristig zu denken und geduldig zu sein. Noch immer hofft der Russe auf einen Regierungswechsel und Demokratisierungsprozess in seiner Heimat. Er ist ausserdem überzeugt, dass der Westen die Ukraine nicht nur finanziell unterstützen, sondern beim gesamten Transmissionsprozess aktiv begleiten müsse.

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„Die Schweiz braucht gute und klare Beziehungen zu Europa“
Als Eröffnungsreferentin sprach Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga über das seit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative komplizierter gewordene Verhältnis der Schweiz zur EU. Obwohl die Vorsteherin des eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements bedauert, dass der bilaterale Weg schwieriger geworden ist, versicherte die 55-jährige Wahlkönizerin, dass der Bundesrat und sein Diplomaten-Team alles daran setzen werden, eine für die Schweiz annehmbare Lösung auszuhandeln. „Um in Brüssel etwas erreichen zu können, brauchen wir einen Verhandlungsspielraum“, so die ausgebildete Pianistin. Die Personenfreizügigkeit werde aber kaum verhandelbar sein.

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Zwei Tage für das Wesentliche
Um 13.30 Uhr begrüssten Stefan Linder und Peter Stähli im Kongresszentrum Interlaken über 1'400 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien zum 17. Swiss Economic Forum. Die beiden SEF-Gründer und CEOs freuen sich auf zwei spannende Tage mit mehr als 50 renommierten Referentinnen und Referenten, die den Führungspersönlichkeiten helfen sollen, in einer immer komplexer und komplizierter werdenden Welt auf das Wesentliche fokussieren zu können. Durch das SEF 2015 unter dem Motto „Simplify“ führt das Moderationsteam Susanne Wille und Urs Gredig.

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