Drucken
Forum Über SEF Award Partner Medien
Home SEF 2010 SEF Gönner SEF Magazin Wissen Doodle Archiv iEconomy
Referenten 2010
SEF 2010 Live (Donnerstag)
SEF 2010 Live (Freitag)
Programm 2010
Breakout Session Programm
Hier finden Sie alle Referate und Videos
Begrüssung durch Stefan Linder/Peter Stähli
/smartobjectdatei/begrussung.jpg Was vor 10 Jahren als regionale Veranstaltung begann, ist heute die bedeutendste nationale Plattform für KMU und Jungunternehmer, das Swiss Economic Forum. Stefan Linder, Peter Stähli, die beiden Gründer, begrüssten die Anwesenden zur Jubiläumsausgabe. Mit Stolz blickten sie zurück: Von Al Gore über Kofi Annan bis zu Gerhard Schröder – das Swiss Economic Forum hat es immer wieder geschafft hochkarätige, internationale Persönlichkeiten einzuladen. Auch Schweizer Bundesräte und die wichtigsten Wirtschaftsführer sind regelmässig zu Gast in Thun. Die Anziehungskraft des Swiss Economic Forum ist bei Referenten und Publikum ungebrochen. Obwohl die Kapazitäten laufend erhöht wurden, ist das Swiss Economic Forum seit der ersten Ausführung jeweils restlos ausverkauft. Zum ersten Mal wird im 2008 das Swiss Economic Forum live im Schweizer Fernsehen übertragen.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Dr. Michael Spitzbart Spezialist für Akupunktur, präventive und orthomolekulare Medizin
/smartobjectdatei/spitzbart.jpg Burnout sei das Thema der Gegenwart. Michael Spitzbart zeigte auf, wie sich ein Burnout verhindert lässt: Wer im Zustand der entspannten Konzentration arbeite, sei am leistungsfähigsten. Gerade in hektischen Zeiten ist es wichtig, sich am Punkt zwischen Entspannung und Spannung zu bewegen. Als Vorbild diene Picasso, der nicht suchte, sondern fand. Wie Spitzbart erklärte, lässt sich im Vorfeld erkennen, wie stark jemand gefährdet ist. Das langzeitliche Stresshormon Kortison könne nämlich im Blut nachgewiesen werden. Die meisten Leute haben ihren Aminosäuregehalt im unteren Bereich. Wer genug Eiweiss zu sich nimmt, versorgt sich mit genügend Aminosäuren. Und ist die Hormonlage genug hoch, ist das Risiko vor einer Zivilisationskrankheit tief. Doch Ernährung ist nicht alles. Wichtig sei auch, auf seinen Energiehaushalt zu achten – im Beruf und in der Liebe. Nur wenn es einem gut geht, ist man wertvoll für sein Umfeld und in der Lage, Höchstleistungen zu erbringen. Er empfahl dafür, sich Magic Moments zu schaffen und zu nehmen.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Dr. Mathias Döpfner Chairman & CEO, Axel Springer AG
/smartobjectdatei/dopfner.jpg In der Schweiz gibt es 15 Zeitungen pro 1 Million Einwohner. Das sei Weltrekord, sagte Mathias Döpfner, Chairman und CEO von Axel Springer und damit einer der mächtigsten Verlagsmanager in Deutschland. Obwohl die Schweizer Printmedienlandschaft auf den ersten Blick nach heiler Welt aussieht, zeigen sich auch hier besorgniserregende Entwicklungen: Die Erträge aus Inseraten nehmen ab, die Investitionen in Onlinewerbung steigen rapid. Im 2010 wird zum Beispiel in USA das Onlinewerbevolumen das Printwerbevolumen überholen. Trotzdem sieht er die Printmedien nicht am Ende. Neue Medien hätten alte in der Geschichte nie ersetzt, sondern ergänzt. Jeder Verleger müsse sich überlegen, wie er mit der Digitalisierung umgehen wolle. Neue Technologien können auch Chancen sein. Am Beispiel „Welt online“ zeigte er auf, wie sich die Print-Auflage der „Welt“ erhöhte - nach einer publizistischen Offensive im Web. Die Strategie ist für ihn deshalb klar: Den Fortschritt umarmen. Starke Printmarken, Rubrikenmarktplätze und die Vermarktung müssten in die digitale Welt übertragen werden. Schon heute betreibt Axel Springer zahlreiche Onlineaktivitäten profitabel.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Peter Pauli Meyer Burger AG
/smartobjectdatei/PeterPauli.jpg Peter Pauli ist CEO eines Unternehmens, dessen Aktienwert sich im Jahr 2007 um 628 Prozent erhöhte: Meyer Burger, eine führende Anbieterin von Spezialsägemaschinen und Systemlösungen mit Draht-, Band- und Trennsägen, war damit die erfolgreichste Unternehmung an der Schweizer Börse. Das global unabhängige Schweizer Unternehmen setzt bei seinen Produkten auf Modularität, Integration und Automation. Diese seien die Erfolgsfaktoren von Meyer Burger. Wie Peter Pauli aufzeigte, nimmt das Auftragsvolumen weiterhin enorm zu. Peter Pauli will auch im laufenden Jahr einen kräftigen Wachstumsschritt machen - sowohl bei den Einzelmaschinen als auch bei den Teilsystemen. Vor allem in der Solarbranche stecke viel Potential. Um weitere Stufen in der Wertschöpfungskette abdecken zu können, hat Meyer Burger neue Unternehmen akquiriert. Peter Pauli hob hervor, wie wichtig gutes Personal bei so einem rasanten Wachstum wie bei Meyer Burger sei.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Sophokles Tasioulis Produzent Greenlight Media AG
/smartobjectdatei/Sophokles_Tasioulis.jpg In seinem neuen Film zeigt Sophokles Tasioulis Bilder, die der Mensch mit seinen eigenen Augen so nie sehen könnte. Mit einer speziellen Technik schufen er und seine 40 Kamerateams beeindruckende Aufnahmen unseres Planeten. „Unsere Erde“ zeigt die atemberaubende Schönheit der Natur. Während fünf Jahren haben über 300 Mitarbeitende an über 200 Drehorten in 62 Ländern auf allen Kontinenten Tausende von Stunden von Filmmaterial gedreht. Mit Produktionskosten von über 40 Millionen Euro produzierte Sophokles Tasioulis und sein Co-Produzent, BBC, den teuersten Dokumentarfilm aller Zeiten. Entstanden ist eine Ode an die Erde, die faszinierende Landschaften und Tiere in freier Wildbahn zeigt. Aus einer Perspektive, die einmalig ist.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Podiumsdiskussion Next Generation
/smartobjectdatei/podium_nextgen.jpg In vielen Schweizer KMU steht in den nächsten Jahren ein Generationenwechsel an. Einige haben diesen bereits erfolgreich vollzogen. So stehen Franziska Tschudi, Thomas Frutiger und Peter Pauli heute als CEO an der Spitze in ihren Unternehmen. Franziska Tschudi musste in der Führung der Wicor Holding AG etwas verändern, weil sich die Welt und die Kunden verändert hätten. Sie erwähnte insbesondere eine transparente Kommunikation im Umgang mit allen Dialoggruppen als Erfolgsfaktor. Thomas Frutiger sagte, er kommuniziere heute direkter als seine Vorgänger früher. Peter Pauli stieg bei Meyer Burger AG ein, als sein Vorgänger – ein Mitglied der Besitzerfamilie – noch am Ruder war. Die Übergabe funktionierte sehr gut. Sehr gut funktionierte diese auch bei der Frutiger AG, die mittlerweile in vierter Generation als Familienunternehmung geführt wird. Die Podiumsteilnehmenden zeigten sich überzeugt, dass die Werte heute im Vergleich zu früher andere seien. Sie mahnten, auch im Erfolg bescheiden zu bleiben. Es gehe auch als Unternehmer darum, sich Freiräume zu schaffen und seine (freie) Zeit bewusst einzuteilen.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Dr. Victor Vekselberg Investor & Unternehmer
/smartobjectdatei/VIKTOR.jpg Russisch am Swiss Economic Forum - dafür sorgte Viktor Vekselberg, der russischer Unternehmer und Investor mit Schweizer Wahlheimat. Mit seiner Renova Holding hält Vekselberg für mehrere 100 Millionen Franken Beteiligungen in der Schweiz. Vekselberg, der es innert weniger Jahre vom Wissenschafter zum Multimilliardär schaffte, investiert mit Vorliebe in Aluminium, Gas und Öl. Er nutzte seinen Auftritt, um die Vorzüge Russlands aufzuzeigen: Allein der Warenaustausch mit dem Ausland verfünffachte sich in den letzten Jahren. Das moderne Russland wie auch seine Renova hätten nichts mit alten Stereotypen zu tun. Den Erfolg seiner Holding führte er auf Faktoren zurück, die menschliche Beziehungen ins Zentrum stellen: Vertrauen, Partnerschaft und gegenseitige Achtung. Während den ersten Jahren von Renova seien überdies nie Dividenden ausbezahlt worden. Sämtliche Gewinne wurden umgehend wieder ins Unternehmen investiert. Der russische Staat sei nicht an Renova beteiligt. Er versprach, alles Mögliche tun, um mit der völlig unabhängigen Renova als vollständiges Mitglied in der Schweiz aufgenommen zu werden. Seine Investitionen in die Schweizer Wirtschaft seien langfristige Investitionen – ohne Bezug zu russischem Staatskapital. Vekselberg bot den anwesenden Wirtschaftsführern seine Unterstützung bei Investitionen in Russland an. In einer anschliessenden Abstimmung entschied sich das Publikum für China vor Indien und Russland als wichtigstes Investitionsland.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Podiumsdiskussion Turbulenzen in den Finanzmärkten
/smartobjectdatei/podiumTurbolenz.jpg Über Ursachen und Konsequenzen der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten diskutierten mit Beat Kappeler, Publizist, Rainer-Marc Frey, Gründer Horizon21, und Philippe M. Hildebrand, Vizepräsident SNB, drei hochkarätige Experten. Gemäss Beat Kappeler verlassen sich die Banken zu sehr auf ihre Risikomodelle. Wie Philippe M. Hildebrand ausführte, wurde die Nationalbank von der Abschwächung im US-Hypothekenmarkt nicht überrascht. Aber mit diesem Umfang hätte niemand gerechnet. Für ihn handelt es sich um die erste grosse Krise der finanziellen Globalisierung. Rainer-Marc Frey verlor kein Geld, weil er im Voraus festgestellt hatte, dass hohe Risiken – wie die US-Hypotheken – nicht die gewünschte Rendite brachten. Eine Krise habe auch eine gute Seite, sagte Beat Kappeler: Viele Reformen, die jetzt getroffen wurden, hätte die Politik nämlich nie durchgebracht. Er sah bei den Rating-Agenturen einen der Schuldigen der Krise. Rainer-Marc Frey appellierte dafür, das Geschäftsmodell von Rating-Agenturen zu überdenken. Philippe M. Hildebrand beurteilte die Schwäche des Dollars für die gesamte Schweizer Wirtschaft als nicht so dramatisch, weil ein Teil der Unternehmen mit dem Euro und nicht mit dem Dollar kalkuliert. Für Rainer-Marc Frey ist das Schlimmste der Vertrauens- und der Finanzkrise nun vorbei. Im Vergleich zu den Kosten des Irakkriegs sei das Ausmass der Finanzkrise nicht überzubewerten. Wichtiger als nach Westen sei es in Zukunft nach Osten zu schauen. Weil nicht klar ist, wohin die Reise geht, gilt es gemäss Philippe M. Hildebrand wachsam und vorsichtig zu bleiben. Die Grösse des Finanzplatzes sei für die Schweiz ein grosser Vorteil. In Zukunft müssten die Banken mehr Reserven für Krisen bilden.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Pascal Couchepin Bundespräsident
/smartobjectdatei/pascal.jpg Zum Abschluss des ersten Tags trat ein gut gelaunter Bundespräsident auf die Bühne. Pascal Couchepin überbrachte die Grüsse des Gesamtbundesrats, bevor er das diesjährige Thema „HöCHstleistungen“ aus seiner Sicht, aus der Sicht der Politik beurteilte. Sportliche Höchstleistungen – zum Beispiel ein Weltrekord – müssten einmal erbracht werden, um für die Ewigkeit zu gelten. Die Höchstleistung bleibe bestehen, auch wenn der Sportler seine Karriere einmal beendet. In der Wirtschaft oder in der Politik hingegen genügten einmalige Efforts nicht. Vielmehr gehe es um Langfristigkeit und Dauerhaftigkeit. Fünf gute Geschäftsjahre reichen nicht aus, um langfristig in der Wirtschaft Höchstleistungen zu erbringen. Was für Unternehmen gilt, gelte auch für politische Systeme wie zum Beispiel der Demokratie. Es seien nicht diejenigen Gesellschaften am erfolgreichsten, die am meisten Nobelpreisträger hervorbrächten oder bei Ratings am besten dastünden. Damit eine Gesellschaft zu Höchstleistungen fähig sei, brauche sie vor allem Vertrauen. Vertrauen in die Institutionen, in die Behörden, in die Bürgerinnen und Bürger. Die Schweiz als gutes Beispiel einer funktionierenden Gesellschaft zeige, wie wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg eines Landes dieses Vertrauen sei. In einer Vertrauensgesellschaft werde der Fortschritt gefördert. Persönliche Profite dürften nicht im Mittelpunkt stehen. Er warnte eindringlich davor, das Vertrauen zu missbrauchen oder durch das Verhalten von politischen Akteuren zu gefährden.
Fotogalerie Fotogalerie
Video Link
Christine Marek Staatssekretärin für Arbeit in Österreich
/smartobjectdatei/merek.jpg Mehr Frauen braucht die Wirtschaft. Christine Marek, Staatssekretärin für Arbeit in Österreich, referierte über die Rolle der Frau in der Wirtschaft. Sie zeigte auf, dass es dabei nicht nur um ein reines Frauen-, sondern um ein Wirtschaftsthema geht. Denn obwohl die Frauen im Vormarsch sind, sei noch viel Potential nicht genutzt. Gerade im globalisierten Wettbewerb gehe es vor allem für Europa darum, die besten Köpfe zu finden – männliche und weibliche. Frauen vermehrt in die Wirtschaft einzubeziehen, stärke Volkswirtschaften. Sie verwies auf Studien zum Thema. So führt eine Geschlechterdiversifizität in der Unternehmensspitze zu besseren ökonomischen Ergebnissen. Familien- und damit frauenfreundliche Unternehmen in Österreich verzeichnen zum Beispiel weniger krankeitsbedingte Ausfälle der Mitarbeitenden und weniger Fluktuation unter den Mitarbeitenden. Beide Faktoren führten dazu, dass diese Unternehmen real Geld sparen. Christine Marek verwies auch auf Norwegen – dort führte eine gesetzlich verankerte Quote zu mehr Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten.
Fotogalerie Fotogalerie