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Eröffnung |
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Unter dem Thema «ReThink!» ist heute Morgen das Swiss Economic Forum in Thun, die bedeutendste KMU- und Unternehmerplattform der Schweiz, eröffnet worden. Dem Swiss Economic Forum 2009 ist die Trilogie Werte, Regeln und Vertrauen zu Grunde gelegt, welche die Basis für den nachhaltigen Erfolg und das Meistern der zukünftigen Herausforderungen bildet.
1200 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik setzen sich mit den Aussagen von 50 Referenten auseinander. Darunter sind auch Prominente aus dem Ausland vertreten wie Sir Richard Branson, Chairman von Virgin, sowie Thomas L. Friedman, Bestseller-Autor und Kolumnist der New York Times. Ziel des Forums ist, im Lichte der aktuellen unternehmerischen und konjunkturellen Fragestellungen mögliche Massnahmen und Chancen zu diskutieren. |
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Begrüssung |
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In ihrer Eröffnungsansprache betonten die Initianten des Swiss Economic Forum Stefan Linder und Peter Stähli, dass das Forum auf Grund der aktuellen Situation von 60 Referenten Themen wie Wirtschaftspolitik, Werte und Regeln vor 1200 Anwesenden behandeln werde. Ganz besonders betonten die beiden Referenten, dass es gelte, das Vertrauen in die Wirtschaft wieder aufzubauen. Weiter müssten auch Regeln geschaffen werden, die zukünftig eine Krise zu verhindern wissen, die die globale Wirtschaft gegenwärtig heimsucht. |
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Bestseller-Autor, Publizist New York Times |
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Thomas Friedman brachte es in seiner Rede sofort klar auf den Punkt: die nächste grosse Industrie auf dieser Welt wird die Industrie der Energietechnologie sein. Die Energiebalance zwischen Angebot und Nachfrage sei auf dem Erdball durch Übernutzung der Natur und Profitgier aus dem Gleichgewicht geraten. Um diesen Trend zu stoppen, so meinte Friedman, müssen wir wieder echte Lebenswerte schaffen. Aber die bereits angerichteten Sünden, die der Umwelt so sehr geschadet haben wie Verluste der Biodiversität, Abholzen der Wälder, Klimaerwärmung usw. werden sozialisiert, das heisst, das Volk muss dafür bezahlen und zwar werden die Kosten über die Kreditkarte unserer Kinder abgerechnet. Und weiter machte Friedman klar: „Was jetzt angesagt ist, das ist eine echte grüne Revolution“. |
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Partner Clayton Dubilier & Rice |
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Fred Kindle ortete vier Aspekte in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise, in denen Handlungsbedarf besteht: Finanzwesen, Weltwirtschaft, freier globaler Handel und 4. die Vertrauenskrise. Kindle führte im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Krise eine ganze Reihe von Gründen und kritischen Auswirkungen auf: Der Staat, der über grosse Geldmengen verfügt, ist wieder beliebt und geniesst Vertrauen, was in der Wirtschaft fehlt. – Der Staat kehrt mit versteckten protektionistischen Auflagen in die Marktwirtschaft zurück, sollte sich aber bald wieder vom Kapitalmarkt verabschieden. Er ist ein schlechter Investor (an und für sich hat ja der verschuldete Staat gar kein Geld) und schlechter Manager.- Die fehlende Moral im Kapitalmarkt wieder hineinzubringen ist dringend angesagt. Zu lange wurde mit kleinem Einsatz und hohen Gewinnmöglichkeiten gewettet. |
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CEO-Agenda 2/2009 |
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Thema: wie aus der wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Krise finden? Teilnehmer: Urs Berger, Mobiliar; Franco Morra, UBS Schweiz; Markus Neuhaus, PricewaterhouseCoopers Schweiz; Daniel Rütheman, IBM Schweiz AG, Carsten Schloter, Swisscom AG. Die wichtigsten Voten der Diskussion waren: Die Lösung liegt nicht beim Staat, gefragt ist eine möglichst tiefe Staatsquote; es ist nicht dem Management, sondern den Mitarbeitern zu verdanken, dass Kunden gehalten werden konnten (Banken); in schwierigen Zeiten muss mit Kapazitätsanpassungen gerechnet werden; Investitionen sind wegen der Langfristigkeit auch in Krisen wichtig, Krisen sind immer kurzfristig; in Zeiten der Krise ist es wichtig, näher an den Kunden zu rücken; mit Situationen umzugehen, die nicht geplant waren, ist eine Frage der Unternehmenskultur; in der Schweiz sind die Gerichte beim Fällen von Entscheiden zu langsam; bei der schwierigsten Kernfrage besteht Uneinigkeit: wie soll die minimale Regulierung in Wirtschafts- und Finanzfragen durch den Staat aussehen? |
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Das Supertalent 2008 |
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Michael Hirte, der sich nach einem schweren Unfall nur noch als Strassenmusikant über Wasser halten kann. Als LKW-Fahrer erlitt er einen schweren Unfall und konnte sich nur noch als Strassenmusikant in Potsdam über Wasser halten. Er ist Hartz IV Empfänger und muss mit 351 Euro plus bezahlte Miete leben. Mit Mut und Wille hat er sich aufgefangen und ist Munharmonikaspieler geworden. In einer Casting Show von RTL wurde er zum „Supertalent“ gekürt. Er will kein Held sein, sondern der sein, der er als Mensch geblieben ist. Das ist die Geschichte der Schattenseite unseres sozialen und gesellschaftlichen Lebens, es ist aber auch die Geschichte, die Hoffnung macht und man ein Leben „trotz allem“ führen kann, sofern man Mut und Wille dazu hat. |
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Chairman Barry Callebaut |
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Dr. Andreas Jacobs sagte gleich zu Beginn: „Die Welt ist eine andere geworden, das immerwährende Wachstum ist am Ende“. Er ist der Ansicht, dass die aktuelle Krisensituation durch den einseitigen Fokus auf die Gewinnmaximierung entstanden ist. Es sei jetzt eine Gratwanderung, bei sinkenden Umsätzen die Kosten noch zu senken und gleichzeitig die soziale Verantwortung für die Mitarbeitenden und die Gesellschaft wahrzunehmen und eigene Werte hochzuhalten. Für Dr. Jacobs ist es sehr wichtig, dass gerade die ethischen und moralischen Werte in die Unternehmenskultur einfliessen zu lassen. Andreas Jacobs ist nicht gegen Bonuszahlungen. Sie müssten aber auch soziale und ökologische Wertschöpfung honorieren. Zum Schluss forderte er mehr und bessere Vorbilder, dies vor allem für die junge Generation. |
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CEO CLS Communications AG |
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Doris Albisser sieht sich, wie in anderen Geschäftsfeldern auch, einem raueren Wind ausgesetzt, geht aber die gegenwärtige Situation im Markt der Sprachendienstleistung mit noch besserer Kundendienstleistung – sprich noch höherer Qualität – an. Dazu gehöre auch mehr Effizienz und eine hohe Flexibilität und all dies in einem 24-Stunden Service. Die grossen Chancen ihrer Geschäftstätigkeit sieht Doris Albisser in den Märkten von UK und in Asien. Keinesfalls möchte sie Wachstum mit allen Mitteln erreichen. Nachhaltigkeit und Qualität sind ihr wichtiger als Volumen. |
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CEO Bucher Industries |
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Philip Mosimann beschrieb die gegenwärtige Lage wie folgt: Der Stopp des Wachstums trat abrupt ein; der Einbruch der Auftragseingänge bis zu 50% waren erheblich; die Kunden haben oft kein Geld mehr; die Lieferanten bangen um ihre Existenz; der starke CH-Franken belastet die Wirtschaft; es herrscht Unsicherheit. Die momentanen Herausforderungen sieht Philip Mosimann in der raschen Anpassung an tiefere Volumen, Überprüfungen von Investitionen, aber keinen Stopp. Langfristige Sicherung der Liquidität und intensivierte Kommunikation mit den Mitarbeitern ist notwendig. Philip Mosimann ist kein Anhänger des „Bank Bashing“, im Gegenteil, er lobt die Banken, dass sie seiner Unternehmung auch in schwieriger Zeit zu Krediten verholfen haben. |
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Staatspräsident der Ukraine |
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Victor Yushchenko, einst Chef der ukrainischen Notenbank, strich heraus, dass die Ukraine auf dem Weg zu einer der modernsten Wirtschaft in seiner Region sei. In diesem Sinn hat er keine Angst vor der jetzigen Krise, obwohl sie auch sein Land schwer getroffen habe. Er sieht sie als Chance für sein Land, die wirtschaftliche Entwicklung noch intensiver voranzutreiben. Die Annäherung an Europa ist für den ukrainischen Präsidenten eines der wichtigsten Ziele. Die politische, wirtschaftliche und strategische Ausrichtung ist klar auf den Beitritt zur Europäischen Union ausgerichtet. Bei seinem heutigen Besuch in der Schweiz bat er auch Bundespräsident Merz um Unterstützung in der Frage eines Beitrittes zur EU, zuerst vor allem beim Zustandekommen eines Freihandelsabkommens mit der EU.
Präsident Victor Yushchenko wurde 1954 in der Region Sumy im Nordosten der Ukraine geboren. 1998 war Victor Yushchenko unter Präsident Kuchma Premierminister. Präsident Yushchenko galt als liberaler nationalistischer Oppositionsführer. 2004 war er der Star der „Orangen Revolution“. Im gleichen Jahr wurde er vergiftet, was sein Gesicht in arge Mitleidenschaft zog. Seit Januar 2005 ist er Staatspräsident. Premierministerin ist heute Julia Timochenko. |
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Professor für Soziologie, Universität Hannover |
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Prof. Dr. Holger Rust zeigte auf, wie die kommende Generation von Führungskräften tickt und denkt und welche Zukunft in der Führung von Unternehmen zu erwarten ist. Vor allem definierte er die auf uns zukommende so genannte Dritte Kultur. Er sagte unter anderem “Die dritte Kultur ist das, was unter Chance in der Krise verstanden wird. In der dritten Kultur inspirieren sich unterschiedliche Charaktere unter der ermutigenden Leitung kooperativer Führungskräfte wechselseitig. Werte wie Loyalität und die Freude an der Positionierung eines Unternehmens als unverwechselbarer Promotor von Innovationen werden Erfolgsfaktoren der Zukunft sein und nicht aussengesteuerte Guruweisheiten. ReThink, das kann im Bereich der Werte auch bedeuten, dass Innovationen nichts Anderes sind als mit zeitgemässen Mitteln und mitunter auf revolutionäre Weise vieles beim Alten zu lassen.“ |
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Casino Kursaal |
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Der Networkingabend des Swiss Economic Forums fand im wunderbaren Ambiente des Casino Kursaals statt. Die Gäste erfreuten sich an kulinarischen Köstlichkeiten in Form von kantonalen Spezialitäten auf alten Marktständen präsentiert. Auch Aussergewöhnliches wie "Söiblumenwein" oder Ice-Whiskey zog die Aufmerksamkeit auf sich. Bei interessanten Gesprächen in ungezwungenem Rahmen wurden bestehende Kontakte gepflegt sowie neue aufgebaut. Ein entspannter Abend in festlicher Atmosphäre! |
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Am Swiss Economic Forum nehmen jedes Jahr hochkarätige internationale und nationale Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien teil. |
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