China will im Süden des Landes neun Metropolen zusammenlegen. Entstehen soll so die gewaltigste Megacity der Welt - 26-mal so groß wie London. Die Stadtplaner im Perlflussdelta im Süden Chinas wollen neun Städte zu einer einzigen fusionieren (siehe Karte).
Die neue Stadt soll vom jetzigen Guangzhou bis nach Shenzhen im Norden von Hongkong reichen. Laut Plan soll damit eine Stadtfläche von 41.440 Quadratkilometer entstehen. Die Megacity wäre demnach 26-mal so groß wie London.
Am Swiss Economic Forum 2011 setzen wir einen Schwerpunkte auf die neuen Supermächte China und Indien und liefern mit erfahrenen Experten Trends, Szenarien und Möglichkeiten für Schweizer KMU, von diesem enormen Wachstum in den asiatischen Märkten zu profitieren.
Die örtliche Abteilung der Kommunistischen Partei hat in ihrem neuen Fünfjahresplan für 2011 bis 2016 festgeschrieben: Die neun größten Städte in der Perfllussregion sollen zu einer Supermetropole mit 42 Millionen Einwohnern zusammenwachsen.
Dahinter steckt die Idee, Chinas große Produktionsstandorte zusammenzulegen. Zusammen erwirtschaften die Städte bereits jetzt ein Zehntel von Chinas gesamter Wirtschaftsleistung. Die neue Megastadt würde jährlich rund 448 Milliarden Franken erwirtschaften - etwa ein Zehntel des chinesischen Bruttoinlandprodukts.
Industriestandorte, Arbeitsplätze und öffentliche Dienstleistungen sollen in Zukunft gleichmäßiger über das gesamte Gebiet verteilt werden.
285 Milliarden Franken für das Giga-Projekt
Laut den Medienberichten wollen Städteplaner in den kommenden sechs Jahren die Transport-, Energie-, Wasser- und Telekommunikationssysteme der Städte vereinen. Neben den wirtschaftlichen Vorteilen versprechen die Planer auch eine Verbesserung der Qualität von Schulen und Krankenhäusern. Ihr neues Giga-Projekt lassen sich die Chinesen einiges kosten: umgerechnet rund 285 Milliarden Franken. Um schnelle Anbindungen zwischen den verschiedenen Stadtzentren zu ermöglichen, sollen 29 Zugstrecken neu gebaut werden.
Die 42 Millionen Einwohner könnten dann mit einer Art Bahncard im gesamten Stadtgebiet umherreisen und beispielsweise die Gesundheitsversorgung überall in Anspruch nehmen, sagt Ma Xiangming, Chefplaner und Berater des Projekts. Außerdem soll das Gebiet eine Express-Zugverbindung nach Hongkong bekommen. Das Mammutprojekt setzt den Trend zur Urbanisierung Chinas fort:
Bis zum Jahr 2025 wird das Land voraussichtlich 221 Riesenstädte mit mehr als einer Million Einwohner haben sowie acht Megastädte, in denen mehr als zehn Millionen Menschen leben. Im Norden des Landes hat bereits ein ähnliches Riesenprojekt begonnen: Die Gegend rund um Peking und der Hafenstadt Tientsin soll zur sogenannten Bohai Economic Rim werden - ein Gebiet mit mehr als 260 Millionen Einwohnern, die durch Hochgeschwindigkeitszüge miteinander verbunden sind.
- Veröffentlicht in: Alle, News, Information, Februar 2011
- Stichwörter: China, SEF2011, Trends





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